Bruch und Brücke. Niederösterreich und „seine“ Juden 1922–2022

Ausstellung in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten

„Wir wären nicht hier, wenn es euch Historiker nicht gäbe!“, sagte Karin Rivollet aus Genf, Enkelin der in der Shoah ermordeten St. Pöltner Hermann und Irma Löw anlässlich eines Besuchs im Haus der Geschichte in St. Pölten im Oktober 2021. Anhand ihrer Familie stellt die neue Ausstellung „Bruch und Brücke“ die letzten 100 Jahre Niederösterreichs aus jüdischer Perspektive dar.

Zehn Stationen bringen einerseits das Wirken vieler Jüdinnen und Juden für ihre Heimatgemeinden und den brutalen Bruch durch Vertreibung und Ermordung näher. Andererseits zeigen sie den vorsichtigen Brückenschlag zwischen den Vertriebenen und Nachkommen und ihren Herkunftsorten, den das Land Niederösterreich durch seine Förderung von Forschung zur jüdischen Geschichte und von Zeichen der Gedenkkultur ermöglicht.

© Josef Vorläufer
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